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Mädchenleben oder Die Heiligsprechung

Autorenlesung mit Martin Walser

Martin Walser Schriftsteller

„Ein Mädchen ist verschwunden. Ich spüre, dass man mich verdächtigt, deshalb bin auch ich verschwunden und schreibe jetzt, was ich weiß, um zu beweisen, dass nicht ich es war, der am Verschwinden des Mädchens schuld ist. Auf jeden Fall nicht mehr als jeder andere.“ So beginnt Martin Walsers vor einigen Monaten erschienener Prosatext „Mädchenleben oder Die Heiligsprechung“, den der Autor eine „Legende“ nennt. Der Ich-Erzähler Anton Schweiger, Lehrer für Deutsch und Erdkunde, ist Untermieter im Hause der Familie Zürn. Zwei Mal war Sirte, die jüngere der beiden Zürn-Töchter, bereits verschwunden. Sie ist anders als die anderen; ihrem Raben bringt sie bei, fehlerfrei „Großer Gott, wir loben dich“ zu singen. Nach Wunsch ihres Vaters soll sie heiliggesprochen werden. Anton Schweiger ist von diesem Einfall so entzündet, dass er alles sammelt, was es über das Mädchen zu erzählen gibt.

„Mädchenleben oder Die Heiligsprechung“ ist ein Buch entgegen jedem Zeitgeist, „ein schwebendes, klangschönes Alterswerk, das seine Rätsel bewahrt.“ Erste Notizen zu dieser Geschichte finden sich bereits in den Tagebucheintragungen der Jahre 1961 bis Ende der 1970er Jahre.

Martin Walser ist einer der bedeutendsten Erzähler und Dramatiker der Nachkriegszeit. Als Essayist nahm er immer wieder Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Kontroversen in der Bundesrepublik.

Eintritt: 
8, erm. 5 €


Vorverkaufsstellen
Graf-Zeppelin-Haus