© Ronja Svaneborg
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TRUCK STOP

Freilufttheater

Café Fuerte

Trucker Sandro sitzt seit Wochen fest. Er hat sich schon häuslich eingerichtet. An Hans, dem eifrigen Alleinherrscher über einen kleinen, unbedeutenden Grenzübergang, kommt keiner einfach so vorbei. Aber als Sandro eines Tages beim Wäsche aufhängen versehentlich den Grenzverlauf verlegt, kommt Grenzer Hans völlig aus seinem Konzept. Wenn man eine Grenze einfach verschieben kann, was ist sie dann noch wert? Was gilt dann überhaupt noch? Die Grenzen zwischen den beiden Männern verschieben sich.

Mit der Europäischen Union, und besonders mit den Schengener Abkommen, wurde freies Reisen etwas Selbstverständliches. Wer hätte sich vor der Corona-Pandemie vorstellen können, dass die Grenzen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz so schnell zugehen — oder dass es Grenzkontrollen bei der Einreise nach Tirol oder gar in den Bregenzerwald geben könnte? In der Pandemie zeigte sich, dass man sich anscheinend lieber auf sich selber verlässt, wenn es eng wird. Weltweit werden Grenzzäune gebaut. Die eigene Nation, das eigene Volk, diese Fiktion verspricht in einer komplizierten, undurchschaubaren Welt offenbar Schutz und Sicherheit. Man versucht, „Grenzen zu schützen“, als wären die Grenzen die Opfer.

„Truck Stop“ ist ein Stück über Grenzen, über innere und äußere, über nationale und emotionale und darüber, welche Grenzen wir eigentlich überhaupt brauchen.

Eintritt: 
20, erm. 14 €