© Martin Goffing
arrow

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur

Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz
Marcus Bosch Dirigent

Anton Bruckner ist sicher die seltsamste und widersprüchlichste Künstlerpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts. An kaum einem Komponisten scheiden sich so sehr die Geister.
Bruckners Musik ist, wie Ernst Bloch bereits 1918 erkannte, „Klang, der sich erst bildet“, und ihre Form ist „Unruhe, Zerstörung, Überhöhung, dauernde Visierung“, eine Art künstlerisches Abenteuer. Mehr noch: eine Naturgewalt im wahrsten Sinne des Wortes.
Bekanntermaßen interessierte sich Bruckner im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen weder für Literatur noch für das Theater oder die in seiner Zeit lebhaft geführten Debatten über philosophische Themen. Eine ungleich größere Liebe brachte Bruckner hingegen der Natur entgegen. Er liebte den Anblick der Alpen, die Höhe und Monumentalität. Und obwohl Bruckner keine Programmmusik verfasst hat oder uns programmatische Gedanken zu seinen Symphonien hinterließ, findet sich die Faszination für die Größe und Erhabenheit der Natur in seinen Klanggebilden.
„In Bruckners Landschaften finden wir gewaltige Gebirgsmassive und dunkle Täler, durch welche heiter idyllische, aber auch mächtige und ehrfurchtsvolle Klänge ziehen.“ (Lorin Maazel) Klanglandschaften hat Bruckner uns also hinterlassen, freilich gebändigt durch den Kontrapunkt. In Musik gegossene Natur könnte man sagen; keine einfache Abbildung von Natur mit lautmalerischen Elementen.

Eintritt: 
42 / 35 / 27 / 18 €
Der Vorverkauf startet am 03.01.2022