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Vögel

Schauspiel von Wajdi Mouawad

Landestheater Schwaben

In einer Berliner Bibliothek lernen sich die Araberin Wahida und der Jude Eitan kennen: Eine große Liebe beginnt. Doch Eitans Vater David, ein fundamentalistischer Jude, stellt sich so vehement gegen die Hochzeit der beiden, dass der Sohn mit ihm bricht. Wenig später wird Eitan auf einer Reise nach Israel Opfer eines Terroranschlags. Die Familie kommt an seinem Krankenbett wieder zusammen, und lange gehütete Familiengeheimnisse werden ans Licht gezerrt; sie führen tief hinein in den Israel-Palästina-Konflikt und zurück bis zur Shoah. Psychologisch genau, märchenhaft fabulierend und zugleich dramatisch, erzählt „Vögel“ anhand einer individuellen Geschichte von den Wurzeln eines Weltkonflikts. Wie immer bei Wajdi Mouawad geht es um die Spuren, die Krieg und Vertreibung in den Menschen hinterlassen, aber auch um Liebe, die Grenzen überwindet. Nach „Verbrennungen“ hat der libanesisch-kanadische Autor wieder ein ebenso politisches wie poetisches Stück über Schuld und die Macht der Vergangenheit geschrieben.

Eintritt: 
21/18/15 € (u. erm.)