Dorothy Parker

New Yorker Geschichten
Ein Dorothy-Parker-Abend

mit Pieke Biermann und Ursula-Maria Mössner

 

Im Juni vor 50 Jahren starb Dorothy Parker, in einer schäbigen Pension auf der New Yorker Upper East Side. Geboren 1893 in New Jersey als Dorothy Rothschild, von der katholischen Stiefmutter in angewandtem Antisemitismus trainiert, zu ihrem Glück in ein liberales Internat geschickt, flüchtet sie bei der ersten Gelegenheit nach New York, wo sie sich mit Klavierspielen und dem Verkauf von „Versen“ an schicke Magazine durchschlägt. Als der Weltkrieg zu Ende ist, beginnt mit der Rückkehr der lost generation nach New York eine kulturelle Blütezeit. „Dottie“ schreibt für praktisch alle feinen Magazine und wird zur „AlgonQueen“: Königin einer Clique aus Schriftstellern, Journalisten und Theaterleuten, die sich mittags im Hotel Algonquin zum Essen, (viel) Trinken und bitching treffen.

Als spitzeste Zunge von New York ist sie bis heute berühmt – dass sie nicht nur eine funny lady war, sondern politisch radikal, will kaum jemand wissen. In Hollywood, wohin sie zum Geldverdienen zieht, mag man Leute nicht, die sich so wie sie für die spanische Republik und in der Anti-Nazi League engagieren.

Sie stirbt verarmt und alkoholkrank. Ihr Copyright hat sie an Martin Luther King vermacht. Uns allen hat sie ihr literarisches Werk hinterlassen, das „nicht eben in die Breite ragt, aber das meiste davon ist pures Gold“ (Alexander Woolcott, der New Yorker Alfred Kerr). Ihre New Yorker Geschichten zum Beispiel – die ihre beiden Übersetzerinnen vorstellen.

 

Pieke Biermann lebt und arbeitet in Berlin als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen, zuletzt Andrea Bajani und Ben Fountains Billy Lynn.

Ursula Maria Mössner lebt in Ulm und übersetzt aus dem Englischen (u.a. Carl Djerassi, Agatha Christie, Truman Capote)

Eintritt: 7, erm. 5 € (nur Abendkasse)  

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